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LINKE begrüßt Straßenumbenennung in Horn-Lehe

Presseerklärung von Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion, zur Umbenennung der Hinrich-Wriede-Straße wird in Achterhook: „Ich halte Straßenumbenennungen für ein wichtiges Instrument in der kritischen Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte. Dabei geht es nicht nur um die Aufarbeitung des Nationalsozialismus. Noch immer tragen zahlreiche Bremer Straßen auch die Namen von Kolonialverbrechern.“

Die Hinrich-Wriede-Straße wird in Achterhook umbenannt. Den Vorschlag des Beirats Horn-Lehe hat der Bremer Senat an diesem Dienstag beschlossen.

Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, begrüßt die Initiative des Beirats sowie den Beschluss des Senats: „Ich freue mich über die Straßenumbenennung, die der Beirat Horn-Lehe auf den Weg gebracht hat. Die Mitglieder des Gremiums übernehmen so vorbildlich Verantwortung für ihren Stadtteil und seine Geschichte. Der künftige Achterhook ist noch nach dem bekennenden Nazi und Rassisten Hinrich Wriede benannt, der nach der Machtübertragung an Hitlers eine steile Karriere im Naziregime machte. Der Schulleiter und niederdeutsche Dichter war aktives Mitglied der NSDAP, des nationalsozialistischen Lehrerverbands (NSLB) und anderer nationalsozialistischer Organisationen. Als geschulter Gauredner verbreitete er die Propaganda der Nazis. Dazu arbeitete er als Fachberater für Plattdeutsch in Goebbels’ Reichsschrifttumskammer, die entscheidend bei der Gleichschaltung der deutschen Literatur mitwirkte – genügend Gründe also, um den Namen Wriedes aus dem öffentlichen Raum zu verbannen.“

Strunge weiter: „Ich halte Straßenumbenennungen für ein wichtiges Instrument in der kritischen Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte. Dabei geht es nicht nur um die Aufarbeitung des Nationalsozialismus. Noch immer tragen zahlreiche Bremer Straßen auch die Namen von Kolonialverbrechern. Dass diesen Tätern der Bremer Kolonialgeschichte gehuldigt wird, ist verstörend und herabwürdigend für Opfer von Kolonialismus und Rassismus. Wenn Anwohner:innen ihre Straßen deshalb umbenennen wollen, sollte der Weg dahin für sie möglichst unkompliziert sein. Wir fordern den Senat daher auf, die Beiräte bei Straßenumbenennungen bestmöglich zu unterstützen.“


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